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Eichsfelder

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21

Samstag, 20. März 2021, 13:17

Das Thema ist zwar schon alt, aber für mich gerade aktuell. Das Scherenrollo rollt leider nicht mehr vernünftig ein. Immer mal wieder ein bisschen, daher vermute ich, dass die Feder ausgelutscht ist. Das Rollo ist ausgebaut und die Streben abgebaut. Mit viel zureden rollt das Rollo ganz wenig ein.
Hat einer die Feder schon einmal wieder gängig gemacht?
Gruß

Eichsfelder

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22

Samstag, 20. März 2021, 14:15

Edit. auch ein spannen der Feder scheint nichts zu bringen. Es scheint in der Rolle dann irgendwie zu haken. ich kann zwar 10-12 mal drehen und es baut sich auch Spannung auf, aber wenn ich weiterdrehe, kommt ein spürbarer Widerstand und es läuft einfach nicht rund.
Hat jemand die Feder schon einmal getauscht oder sonst wie gängig bekommen?

  • »Mercedes22« ist männlich

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23

Samstag, 20. März 2021, 14:20

Geht es um das Scherenrollo?
Da hilft Alles abschmieren, das ggf. verschlissene Antriebsrad ersetzen und die Feder wieder richtig einsetzen. Da gibt es eine bestimmte Position.
Genau 1,5 Umdrehungen benötigt die Feder und dann muss man den Motor elektrisch in Endlage fahren (In die untere glaube ich, Feder 2 Umdrehungen gespannt), sonst funzt es nicht^^

Gruß,
Lasse
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Eichsfelder

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24

Samstag, 20. März 2021, 17:36

Hallo,
Ja Scherenrollo. Danke für den Tipp, aber ich glaube, dass die Werte sich auf Neuzustand beziehen. Habe jetzt eine Menge Experimentiert und im Moment funktioniert es (aber wie lange?). Ich habe mal gelesen, dass die Feder in einer Art Schlauch läuft und sich dort auch ein Schmiermittel befindet. Wie es sich anfühlt, könnte verharztes Zeugs an der Feder auch das Problem sein. Das Ölen und bewegen der kleinen Aufnahme, welche seitlich aus dem Rollorohr rausguckt hat zumindest schon einiges gebracht. Ich wollte die Feder aus dem Rohr bekommen und auch neu fetten, aber ich bekomme die Kappe nicht abgezogen.
Daher habe ich gehofft, dass das hier schon einmal jemand gemacht hat.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eichsfelder« (20. März 2021, 17:44)


  • »Mercedes22« ist männlich

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25

Samstag, 20. März 2021, 17:53

Klingt so, als wäre es eben kein Scherenrollo, sondern eins mit Seele und entsprechender Stange in der mitte der Scheibe...

Gruß,
Lasse
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26

Samstag, 20. März 2021, 18:46

Beim ausfahren gehen zwei Arme nach außen, einer steht dann rechts und einer links vom Rollo.
»Eichsfelder« hat folgende Datei angehängt:
  • images.jpg (6,9 kB - 11 mal heruntergeladen - zuletzt: 6. April 2021, 05:17)

  • »Mercedes22« ist männlich

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27

Samstag, 20. März 2021, 19:43

Na gut. Wie gesagt, ich hatte bloß die Laufschienen geputzt und gefettet, das Zahnrad getauscht, Alles neu gefettet und mit entsprechend gespannter Feder wieder zusammen. Hat mich viel Zeit gekostet, herauszufinden, wie und in welche Richtung man die Feder spannen muss.
Musste man dann ja glaube ich über das Zahnrad und diese Madenschraube arretieren...

Gruß,
Lasse
»Mercedes22« hat folgende Dateien angehängt:
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nickinger

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28

Montag, 5. April 2021, 17:59

Info zum Scherenarm-Rollo

An alle Rollo-Instandsetzer:

Die im Getriebegehäuse verbaute Spiralfeder unterstützt den Elektromotor, um beim Anfahren des Rollos aus der Endlage die Last auf Kinematik und Elektromotor zu reduzieren.

In der Rollowelle (Rohr auf dem der Stoff gerollt ist) ist ein "Federmotor" eingebaut, der mit einer tordierten Feder für das Aufrollen des Stoffes beim Einfahren des Rollos sorgt. Diese Feder ist ca. in der MItte der Rollowelle an einem verkrimpten Kunststoffhalter fest eingehängt, am äußeren Lager der Rollowelle steckt der zweite Federhalter in der Rollowelle und wird von einem Lagerbock an der Kassette gehalten.

Wenn das Rollo aus der ausgefahrenen Position nicht einfährt, dann ist möglicherweise die Feder im Getriebegehäuse gebrochen, oder die Zahnräder sind ausgeschlagen. Wenn es einfährt nachdem man es kurz an einem Hebel antippt, dann sind es die Zahnräder.
Es schadet nicht, die Gleitschiene zu reinigen und mit einem temperaturfestem Fett (damit nix auf die Hutablage sabbert im Sommer) mit Hilfe einer kleinen Spritze zu fetten.

Rollt der Stoff beim Einfahren nicht richtig auf, dann ist das Fett in der Rollowelle über die Jahre verharzt und hindert die Feder daran, die Rückzugsspannung aufzubauen. Materialermüdung der Feder kommt noch dazu.
Das Fett aus der Rollowelle zu tauschen ist praktisch nicht möglich ohne dabei die alte Feder beim Versuch zu zerstören, aber man kann die Vorspannung der Feder etwas erhöhen, um die Aufwickelkraft für den Stoff zu erhöhen.
Hierfür muss das Rollo ausgebaut und eingefahren sein. Anschließend bohrt man vorsichtig die Niete des äußeren Rollowellen-Lagerbocks aus.
Die richtige Seite erkennt man daran, dass sie keinen Metall-Lagerpin besitzt. In der Regel ist es die Beifahrerseite, aber sicherheitshalber kontrollieren.

VORSICHT:
Den ausgebohrten Lagerbock nicht loslassen oder zurückschnellen lassen, denn nun müsst ihr zunächst die Anzahl der Umdrehungen zählen, welche die Rollowelle ab Werk erhalten hat. Hierfür zählt ihr beim vorsichtigen Entspannen der Feder durch Drehen des Lagerbocks die Umdrehungen.
Geschätzt sollten es so ca.35 sein. Merkt auch sobald das Lager "entspannt" ist, in welche Richtung ihr nun wieder zurück drehen müsst, sonst wickelt die Rollowelle den Stoff falsch rum auf.
Spannt nun also das System wieder auf die vorher ermittelte Drehzahl und gebt max.3 Umdrehungen dazu. Mehr als 3 Umdrehungen kann zu Bruch der alten Feder führen, dann rollt der Stoff gar nicht mehr auf und das Rollo ist praktisch futsch!
Arretiert den Lagerbock anschließend mit Stiftchen in den Nietlöchern (Lagerbock zum Test noch nicht Vernieten) und fahrt das Rollo mit 12V mal aus und prüft, ob es beim Einfahren (kurz Umpolen) nun ohne Verlust der Stoffspannung ganz in die Kassette aufrollt.
Wenn ja, könnt ihr nun neue Niete setzen und das Rollo wieder ins Auto bauen.

Viel Erfolg! ;)
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